Video-Vorstellung: Wer sind die Bunten Lebenswelten?

Was haben wir die letzten Jahre gemacht, wer hat uns besucht und mitgewirkt? Wie sieht es bei uns, den Bunte Lebenswelten e.V. , aus?

Wir freuen uns sehr, dir nun das angekündigte Video zeigen zu können. In diesem wirst du erfahren, wie Vieles bei uns im Verein abläuft und was wir so machen.

Schau es dir an und mach dir einen eigenen Eindruck von den Bunten Lebenswelten. Wie findest du das Video? Wir freuen uns auf dein Feedback!

 


Fröhlich bunte Pflanzen

Es ist Frühling und du magst Pflanzen und Blumen? Du träumst von Blumenpracht, Pflanzenfülle und herrlicher Natur in deinem Reich – sei es Fensterbank, Balkon oder Garten.

Wir sind schon freudig bei Wind und Wetter (zum Glück mit viel Sonnenschein) dabei,  die winterharten und damit pflegeleichten Stauden in Töpfe zu pflanzen, Saatgut zu gewinnen und leckeres Beerenobst zu vermehren.

Wir laden wir dich herzlich am 08.05.2021 um 11-13 Uhr zu unserem Pflanzenverkaufstag ein. Du kannst auch einen exklusiven Termin mit uns ausmachen, falls dir der Samstag nicht passt.

Wir freuen uns, mit dir ins Gespräch zu kommen und uns über deine Erfahrungen, deine Pflanzensorgen, wenn die sie hast, und über Permakulturmethoden zur Stärkung der Pflanzen auszutauschen.

Für weitere Infos erreichst du uns telefonisch unter 05504 7553 oder unter mail@bunte.lebenswelten.de .

Finden wirst du uns in 37133 Friedland, Ludolfshausen 6. Wir freuen uns auf dich.


Natur bis vor die Tür

 

Julia studiert Politikwissenschaften und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Göttingen und übernimmt bei uns Tätigkeiten im Personalwesen als Praktikantin für die nächsten 3 Monate.

Für die ersten zwei Wochen arbeitet sie bei uns in der Geschäftsstelle des Vereins, danach zunehmend im Homeoffice.
Für die Anfangszeit fährt sie nun bis Friedland mit dem Zug und ab dem Bahnhof mit ihrem Fahrrad zum Verein. Für sie ist es die perfekte Kombination von Arbeitszeit und Freizeitsport.
Auf diesen 45minütigen Fahrten, zwei Mal am Tag, macht sie wunderschöne Fotos von ihrer Strecke. So ist ist der weg von Göttingen Erholung, Sport und Landschaftsgenuss zugleich.
Wie genießt du die Landschaft?


Baldiges Video: Wer sind die Bunten Lebenswelten?

Einen kurzen Film drehte Anna, unsere kreative Praktikantin. Dabei hat jeder von uns Ideen eingebracht und auch einmal hinter die Kamera gestanden, um einige Sequenzen zu drehen. Anna hat die Video-Schnipsel zusammengeschnitten und die passende Hintergrundmusik z. T. mit uns gesungen und eingebunden.

Im Video nehmen euch mit durch unseren sonnigen Garten und Teile des Dorfes. Den kurzen Film werden wir in den nächsten Wochen auf unsere Homepage stellen. Schaut dann gerne nochmal vorbei!

 


Ein alter Apfelbaum

Photo: Anna Schmitt

Als wir den Garten vor fast 40 Jahren übernahmen, regte der ungewöhnlich hohe Apfelbaum mit seinen mindestens 10 Metern Höhe imposant in die Höhe. Er überraschte uns Neubewohner des Anwesens mit 4 Zentnern Äpfeln voller Süße. Weil wir nicht wussten, ob wir die Früchte lange lagern konnten, entscheiden wir uns für eine Mostaktion in der Mosterei des Nachbardorfs. Der trübe Saft war so süß, dass wir ihn nur mit Wasser verdünnt trinken konnten bzw.  zu Wein verarbeiteten.

In den zwei folgenden Jahren gaben uns die kühlen und verregneten Sommer viele saure Früchte, deren Saft wir mit dem süßen vermischten. In trockenen Sommern gab ich dem Baum Wasser.

Eines Tages hörte ich ein merkwürdiges Vogelgeräusch. Es klang mir exotisch, und ich kannte es überhaupt nicht. Laut war es auch. Als ich genau hinschaute, war gerade ein Starenpaar damit befasst, in eine Asthöhle in der Gabelung des Apfelbaums ein- und auszufliegen – mit irgendetwas im Schnabel. Irgendwann im Sommer war die Asthöhle leer.Das exotische Geräusch war wohl ein Mitbringsel der Stare aus wärmeren Gefilden.

Später überraschten mich Pilze am Fuß des Baums, die sich als essbar herausstellten. Abends lauschte ich dem Gesang der Amseln hoch oben in den Wipfeln des noch weiter gewachsenen Baums, der uns jedes Jahr mit seinen Früchten beglückte.

Als ich das letzte Mal zur Apfelernte, diesmal mit schwangerem Bauch, den Apfelbaum nun mühsam erklomm, war ein Stück Stamm ohne Äste so sehr gewachsen, dass ich die Spitze der Baumkrone nicht mehr erreichen konnte. Fortan wartete ich auf die herbstlich-fruchtigen Gaben mit Kind, und wir sammelten die so vertrauten Früchte unten ein, um wieder zu mosten. Welch eine Freude für das Kind, in der Schubkarre mit Apfelsäcken über den Gartenboden holpern zu dürfen!

Einmal blitzte es und donnerte gewaltig. Es gab ein laut knackendes Geräusch. Ein sehr großer Ast trug seine Obstlast nicht mehr, sondern brach herunter.  Doch der Rest ragte weiterhin in die Höhe. Nur konnte ich nicht mehr erkennen, ob der Baum wuchs oder nicht, weil der Himmel keinen Maßstab bot. Doch unten wurde eine weitere Höhlung erkennbar: eine Maus verschwand in ihr.
Um Risiken zu vermeiden, kam ein Forstingenieur, der die Äste stutzen musste. Nach seiner Arbeit trieb wieder ein Zweig mit Blättern aus. Ich hoffte auf einen letzten Apfel. Dann brachen Rindenstücke ab und nun ist der Stamm in seinen Grundfesten gelockert.

Die Amsel aber singt an warmen Abenden immer noch im aufragenden Zweig ihr Abendlied, während die Höhlung am Fuß viele rottende Späne birgt. Käfer laufen über den löchrigen Stamm. Und ich halte den Atem an, wenn der Baumkundler seine Vorschläge macht, wie jetzt mit dem Sicherheitsrisiko umzugehen ist.

Dankbar pflege ich diesen Baum auf seine alten Tage bis zuletzt, das steht fest.