Hügelbeeterweiterung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern haben wir eines der Hügelbeete im Garten erweitert. Hierzu wurden abwechselnd Brennesseln, Kompost und Erde aufgeschichtet. Es ist ein Geben und Nehmen: morgens haben wir neue Buschbohnensamen gepflanzt und abends Melde, Thymian und Löwenzahn für den Salat geerntet.


FöJ-Stelle frei

Für spätentschlossene Bewerber*innen für ein freiwilliges ökologisches Jahr wurde eine Verlängerungszeit eingerichtet:  wir wollen so schnell wie möglich wissen, mit wem wir das FöJ ab 01.08.2019 gestalten.    Also ran an die Bouletten (oder Bratlinge), am besten gleich anmelden, und zwar auf der FöJ-Homepage mit allen Unterlagen UND bei uns per E-Mail oder Telefon. https://www.nna.niedersachsen.de/foej , einen Kennenlerntermin ausgemacht, die Gegend kennen gelernt und einen Probearbeits-Termin  (ca. 3 Tage) vor Ort vereinbart.

Das Besondere bei uns als Einsatzstelle ist, dass wir deine Begabungen individuell fördern – auch im Rahmen des FöJ. Damit das noch besser klappt als zuvor, sind wir dabei, eine Stiftung für die Zusammenarbeit zu gewinnen. Auch kooperieren wir mit namhaften Bildungseinrichtungen wie der Uni Göttingen, Bildungseinrichtungen und Organisationen nicht nur im ökologischen Bereich. Dich erwartet hier ein auf dich zugeschnittenes Arbeitsfeld im Bereich Permakultur und Klimaschutz. Menschen, Tiere und Pflanzen wie auch das ökologische Umfeld fordern uns alle heraus.

Wir nehmen die Herausforderung an und setzen – zusammen mit dir – Umweltschutz um. Vor Ort erfährt du mehr über einen ganz neuen Ansatz von liebevollem wie nachhaltigem Klimaschutz, der auch im städtischen Bereich (wie im nahen Göttingen oder in Berlin) genauso verwirklicht werden kann wie auf dem Land oder im Forsthaus. Dieses spannende Projekt braucht deine Mitwirkung, um viele Leute zu erreichen.

 

Larissa unterhält sich per What´s App mit einem Freund:

Christian: Hallo, Larissa! Was machst du gerade?

Larissa: Also zunächst geht es um das Engagement im ökologischen Bereich.

Christian: Ah okay… Also sowas mit Vögel zählen?

L: Nein, nur manchmal. Ökologie ist natürlich sehr vielfältig, dementsprechend fallen auch die Aufgaben sehr vielfältig aus.

C: Nenn mir doch mal ein paar Beispiele.

L: Hier im Verein bin ich beispielsweise für die Pflege des Permakultur- bzw. Biogartens, eines Lern- und Experimentiergartens, mitverantwortlich. Ich kümmere mich mit um Öffentlichkeitsarbeiten wie Pressekontakte, Homepageteile und Social Media und überlege mit Angelika und den Praktikanten, wie wir wirkungsvoll für den Klimaschutz eintreten können.

C: Was ist denn bitte Permakultur?

L: Grüne Permakultur ist ganz einfach eine Möglichkeit, den Anbau von Pflanzen nachhaltiger zu gestalten, indem man z. B. Pflanzen in Mischkultur kunterbunt sät. Wir schaffen mit natürlichen Mitteln gute Rahmenbedingungen. Wir wissen bis ins Detail, wie angewiesen die Natur auf Vielfalt, Wasser und Wärme ist, nicht auf Monokulturen, Trockenheit und erodierende Kräfte. Dabei helfen sich die unterschiedlichen Pflanzen tatsächlich auch untereinander, weshalb man dann keine Chemie benötigt. Menschen, Tiere, Pflanzen, Wetter, Boden und andere Faktoren beeinflussen das Gleichgewicht.

C: Kunterbunt… Ach, deshalb heißt der Verein Bunte Lebenswelten?

L: Ja genau! Der Verein beinhaltet nicht nur den bunten Anbau von Pflanzen, sondern auch „bunte“ Menschen, also interessante und spannende Menschen aus unterschiedlichsten Altersgruppen etc. Zusätzlich gibt es auch die bunten Clowns. Wer dazu Lust hat, macht die Späße mit. Aber nicht jeder muss zwangsläufig Clown werden. Wir haben auch anderweitig viel zu lachen.

Naja ich mach jetzt Schluss: Die Katze verlangt nach Futter.

 


Gemeinschaftlich wohnen und wirken (GEWOWI)

Bunte Lebenswelten engagiert sich seit Gründungstagen im gemeinschaftliches Wohnen und Miteinander Arbeiten. Um über die gegenwärtige ‚Wohngemeinschaft auf Zeit‘, eine längere Perspektive eines Mehrgenerationenwohnprojekts – auch mit Kindern – zu entwickeln, stehen zwei Optionen zur Auswahl: Landgemeinschaft in Friedland-Ludolfshausen und städtisches Wohnen in Göttingen.

Daher verbinden wir uns mit Interessierten im Rahmen unserer Kooperationspartnerschaft mit der Freien Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37073 Göttingen. Letztere erwarb im Laufe vieler Jahre eine besondere Sachkompetenz für Gemeinschaftliche Wohnprojekte – zunächst ausgehend von einer Senioren-WG, nun auch mit Mehrgenerationenprojekten befasst – und gibt sie gern weiter.

Angelika Specht von Bunte Lebenswelten e. V. entwickelte durch ihre Arbeit mit Gruppen, Paaren und Familien eine Fachkompetenz für Kooperation und Konfliktmediation, mit der sie auch beruflich unterwegs ist – nicht nur für Gemeinschaftliche Wohnprojekte. Sie bereitet zusammen mit anderen den ‚Treffpunkt Gemeinschaftliches Wohnen‘ vor, der im Folgenden vorgestellt wird:

 

TREFFPUNKT „GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN –
Stammtisch und Projektbörse

Etwa im Abstand von sechs Wochen können Interessierte zum Stammtisch „Wohnen und Projektbörse“ kommen und im informellen Rahmen Kontakte knüpfen, Informationen und Erfahrungen rund um gemeinschaftliche Wohnprojekte in Stadt und Land austauschen, Ideen zum selbstorganisierten Wohnen entwickeln und vorantreiben.

Suchen Sie einen ersten Einstieg in das Thema, suchen Sie Mitstreiter*innen oder leben Sie bereits in einem Wohnprojekt und können Ihre Erfahrungen weitergeben? Sie sind herzlich eingeladen zum Treffpunkt „Gemeinschaftliches Wohnen & Projektbörse“! Weitere Termine werden im Verlauf des Jahres festgelegt, bitte informieren Sie sich bei uns!

Moderation: Hartmut Wolter, Freie Altenarbeit Göttingen e.V.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind herzlich willkommen.
Mi 28.08.2019          18:00 – 20:00 Uhr

aus FAG-BiBer, S. 30: http://freiealtenarbeitgoettingen.de/cms/upload/fag_biber_2019_2020.pdf

Herzliche Einladung!


Umschüler Christian, 52 Jahre, spezialisiert sich auf Buchhaltung

Der Büropraktikant Nils, der seit einem Monat hier ist, interviewt den neuen Umschulungspraktikanten Christian zu seinem Praktikum:

Nils: Christian, wie findest du dein Büropraktikum bisher bei Bunte Lebenswelten?

Christian: Ich bekomme hier einen sehr guten Einblick in die Anforderungen der realen Arbeitswelt, da ich wirklich an allen „echten“ Aufgaben teilnehme. Selbst als Praktikant, der nur wenige Monate hier ist, werde ich voll in das Betriebsgeschehen mit einbezogen. Die Chefin selbst erklärt mir vieles und auch du hilfst mir oft, um so den Einstieg für mich zu erleichtern. Gut gefällt mir der geregelte Tagesablauf.

Nils: Wie hat man dich ins Praktikum, im Verein, aufgenommen?

Christian: Schön ist vor allem das Gefühl, dass  die Ergebnisse meiner  Arbeit wirklich benutzt werden. Das ist nicht selbstverständlich.

Nils: Wie sieht die Begabungsförderung im Praktikum aus?

Christian: Ich erlebe, dass meine Arbeitsergebnisse geschätzt werden, ich mache viel Neues (z. B. neue Computerprogramme anwenden lernen) und kann das in der Bildungsstätte theoretisch Erlernte in der Praxis anwenden. Auch die Pausen sind speziell abgestimmt auf die Förderung von Begabungen und Gesundheit.

Nils: Bei den Pausen soll es sich um so genannte bewegte Pausen handeln. Was genau bedeutet das?

Christian: In den Pausen gehen wir immer ins Freie (vor der Tür sind wir sofort im Grünen), erkunden die Umgebung und bewegen uns viel. Beispielsweise üben wir spielerisch unsere Augenkoordination als Ausgleich für die Bildschirmtätigkeit mit Hilfe eines Balles.


Den Knochen Gutes tun – mit den Clakros

Interview zum Knochengesundheitsprojekt der Clakros

 

 

Interviewer ist Nils, neuer Büropraktikant bei Angelika Specht und im Bunte Lebenswelten e. V. Das Praktikum ist Teil einer Umschulung in einer bekannten Göttinger Weiterbildungseinrichtung.

 

Nils: Angelika, du bist Anleiterin für ein Bildungsangebot in Göttingen, das sich „Clowns in Bewegung“ nennt. Wie kamst du auf die Idee, ein Projekt für an Osteoporose erkrankte Menschen zu machen und warum genau diese Krankheit?

Angelika: Seit einigen Jahren bin ich wegen Osteoporose an der Uniklinik Göttingen in Behandlung. Dort traf ich Anita, die Lust hatte, bei den Clowns mitzumachen. Unsere Ärztin und Professorin unterstützte mich schon länger mit unserem Clownsprojekt. So kamen Anita und ich zusammen. Wir haben beide inzwischen deutliche Heilungsschritte, sodass uns die gemeinsame Ärztin umso lieber hilft, neue Interessent*innen zu finden.

Als Anita Erfahrungen als Mitmachclownin und im improvisiertem Spiel machen konnte, entstand die Idee eines speziellen Angebots für Menschen mit Osteopenie und leichterer Osteoporose. Bei Bewegungsspielen haben wir immer viel zu lachen. Wir beglücken auch andere Menschen, kleine und große, junge und alte. Die jüngsten waren in einer Kindertagepflege und in einer Krippe, die ältesten in einer Seniorengruppe des DRK und in einer Unikliniksstation für  Demenz. Wir besuchen auch einzelne Gesunde und Kranke, Alte wie Junge mit Späßen und Herz. Wir sind einfach glücklich, wenn wir das Leben von seiner frohen und manchmal witzigen Seite her nehmen, kennen aber auch alle anderen Gefühle. Wir lachen über uns selbst und machen unsere Späße nicht auf Kosten anderer Menschen.

Nils: Wie viele Leute sind an diesem Projekt beteiligt?

Angelika: Momentan sind wir regelmäßig zu zweit, manchmal sind Gäste bei unseren Proben im Göttinger KAZ und bei so manchen kleinen Auftritten dabei. Wir freuen uns, wenn wir echten Zuwachs bekommen, Erwachsene mit der Absicht, dauerhaft mitzumachen. Man kann erst einmal schnuppern kommen und sich danach entscheiden. Wir entscheiden auch, ob Leute zu uns passen. Da wir ein echtes Inklusionsprojekt sind, können Gesunde wie Kranke mitmachen. Bei Schwerkranken verbietet sich eine Mitwirkung, wir besuchen sie aber gern und machen Späße mit ihnen.

 

Nils: Was genau ist Osteoporose? Was macht die Krankheit?

Angelika: Osteoporose ist eine Entleerung der Knochen von Calcium. Oft wird auch von Knochenschwund gesprochen. Die Knochen können leicht brechen. Ich hatte einen Wirbelbruch, andere können einen Oberschenkelhalsbruch haben. Osteopenie ist die Vorstufe. Es liegt eine deutliche Gefährdung vor, aber noch keine Erkrankung. Moderate und  häufige Bewegung ist ein hervorragendes Aufbaumittel für die Knochengesundheit. Wir zeigen, dass Heilung gelingen kann, was oft nicht für möglich gehalten wird – und freuen uns, dass wir dies mit ärztlicher Expertise tun dürfen.

 

Nils: Wie viel habt ihr schon für das Projekt gemacht und was sind die nächsten Ziele?

Angelika: Wir feilen bei jedem Treffen an der Beweglichkeit. Jede von uns kann etwas, worin sie der anderen voraus ist. Wir lernen viel von und miteinander. Wir trainieren unser Gleichgewicht und machen auch Lachyoga. Wir erzählen uns witzige Geschichten aus unserem Leben. Wir machen ganz einfache akrobatische Übungen zu zweit, singen leichte Lieder aus aller Welt, sind bei Sonnenschein auf dem Stadtwall zu sehen und zu hören. Und wir haben lustige Erlebnisse mit Anitas Enkeln. Wir lernen, wieder wie früher mit Hoop-Reifen zu schwingen und erleben Freude an bunten Farben, Musik, Gedichten und kleinen improvisierten Szenen. Unsere Übungsstunden sind sehr vielfältig mit noch mehr Übungen, die ich nicht alle aufzählen kann. Anfänger*innen sind willkommen und Menschen, die mit Erkrankten Erfahrung haben und hinzulernen wollen. – Unser Projekt startet in der zweiten Jahreshälfte. Doch wer schon dazukommen mag, melde sich gern schon telefonisch im Vorfeld an.