Blickwinkel Geografie

Praktikant Stefan, stud. geogr. , berichtet:

Regionalmanagement beschäftigt sich mit dem Vernetzen von örtlichen Wirtschaftsakteuren, der Verwaltung und den Bewohnern. Gemeinsam die Wirtschaft eines Gebiets zu stärken und für die Bewohner lebenswerter zu gestalten, ist ihr Ziel. Im Praktikum bei den Bunten Lebenswelten wird dies für mich konkret erfahrbar.

Ludolfshausener Umgebung

Bei Dorfrundgängen in Ludolfshausen habe ich als Geograph dazu einiges entdeckt. Der Ort liegt auf Buntsandstein. Die deckende Erdschicht der Umgebung ist dünn, an einigen Stellen zu dünn, um sie landwirtschaftlich zu nutzen. So bleiben kleine Waldinseln in den Feldern stehen. Ich erfuhr, dass im Mittelalter der Ort wüst fiel, nachdem die verbliebenen Bewohner die Flächen nicht mehr offen halten konnten und im Schutz des Gestrüpps sich Wölfe über das Vieh hermachten. Nach der Neubesiedlung wurde die Kirche erst nachträglich wiedererrichtet, was möglicherweise für ihren ungewöhnlichen Platz am Dorfrand statt im Dorfzentrum gesorgt hatte. Prähistorische und historische Siedlungsaspekte gibt es zum Anfassen. Mittlerweile sind die meisten Höfe nicht mehr landwirtschaftlich genutzt, prägen aber nach wie vor das Dorfbild, da in Ludolfshausen nie ein ganzes Neubaugebiet ausgewiesen wurde. So behielt das Dorf seinen historischen Charakter.

Demografische Strukturen und ihre Entwicklung wurden mir deutlich gemacht: z. B. gibt es neben örtlichen Handwerkern und Gewerbetreibenden heute auch Pendler, die das ruhige, naturnahe Landleben dem hektischen, weit beengteren Stadtleben vorzuziehen scheinen.

Wie lässt sich nun das Zusammenleben fördern? Zum Einen geschieht das durch Vernetzung mit den lokalen Verantwortlichen: Ortsvorsteher und im Dorf besonders aktive Einwohner. Zum Zweiten kann man das touristische Potenzial erkunden: Naherholungs-Tourismus diskutierte ich als Möglichkeit mit einem ortsansässigen Tourismusprofi. Auf meinem täglichen Radweg zum Bahnhof Friedland wurde ich auch auf die Besonderheiten anderer Dörfer der Gemeinde aufmerksam. Ich lernte das Gartennetzwerk Göttinger Land kennen und beschäftigte mich auch mit Regionalfördermitteln.


Spendenkalender: tolle Bilder aus Friedland

Foto: InFormGRAFIK

Die Gemeinde Friedland im Süden Niedersachsens zeigt sich von ihrer schönsten Seite – für einen Ihrer Räume oder als Geschenk. Der Verkaufserlös dieses Wandschmucks kommt uns vom Bildungsverein Bunte Lebenswelten zu Gute, weil wir uns gemeinsam für Umwelt- und Klimaschutz sowie für die Begabungsförderung junger Menschen einsetzen. Bestellen können Sie den Kalender bei der Agentur www.informgrafik.de oder unter Tel. 0551 / 288 78 931. Für nur 13,99 € (incl. Portokosten) bekommen Sie den Kalender zugeschickt.

In hervorragender Bildqualität zeigen aktiv unterstützende Fotografen und Fotografinnen die Landschaft und ihre Höhepunkte. Kurz vor der Geschenksaison wurden sie von zwei engagierten Werbespezialistinnen, Sabrina Diedrich und Lisa Erben von der Agentur InFormGRAFIK Göttingen, zu einem nützlichen Wandkalender zusammengestellt.

Wir sind begeistert! Unser ausgesprochen herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten!
Natürlich freuen wir uns sehr, wenn Sie sich mit uns über den Kauf dieses Kalenders engagieren. Bitte geben Sie auch diese Nachricht wirksam weiter.


Spannende Perspektiven – interessante Themen

Unsere Praktikanten Gina und Stefan sind heiß darauf, uns im Rahmen ihres jeweiligen Studiums mit ihren bereits erlernten Kenntnissen zu unterstützen und gleichzeitig die Praxis kennen zu lernen, die auf sie eines Tages zukommen wird. Dabei lernen auch wir von Bunte Lebenswelten einiges hinzu: was muss eine Betriebswirtin über Rechnungswesen wissen, was ein angehender Geograf über Regionalmanagement und Vereinsorganisation?

Stefans Schwerpunkte, Vereins- und Regionalmanagement, beinhalten zum Praktikumsanfang: Kennenlernen von Vereinsstrukturen und lokalen Besonderheiten, Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit an ein einem Förderprojekt.

Gina, die Betriebswirtschaftsstudentin mit Schwerpunkt Hotelmanagement und Touristik kümmert sich vor allem um buchhalterische Aufgaben. Dabei erinnert sie uns durch ihre Hotel-Erfahrungen immer wieder an die touristische Perspektive rund um den Verein.

Bei einer Teamsitzung haben wir uns mit Tourismus und Regionalmanagement intensiver beraten. So entstehen fast jeden Tag neue kleine Herausforderungen, die die gemeinsame Arbeit richtig spannend und lohnend machen.


Ein Netzwerk für Gemeinschaftsgärten in Stadt und Landkreis Göttingen

 

Der Albanigarten in der Wendenstraße Bildquelle: https://goettinger-land-gaerten.de/impressionen

Das Gartennetzwerk Göttinger Land verbindet etliche Initiativen miteinander, die in und um Göttingen herum (bio-)gärtnerisch aktiv sind. Dazu zählen kleine urbane Gartenprojekte, interkulturelle Gärten, Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten sowie Lehrgärten in Stadt und Landkreis Göttingen.

Aktuell sind 18 Standorte aus der Region Göttingen am Netzwerk beteiligt. Durch den Zusammenschluss der Gärten planen und entwickeln wir gemeinsam Projekte und setzen sie um. Der Friedlandgarten und der Permakulturgarten von Bunte Lebenswelten aus der Gemeinde Friedland sind mit dabei. Schau mal rein…

 


Gärtnern – groß gedacht auf kleinem Raum

Ein großes Projekt, welches ich mit viel Freude begleitet und gestaltet habe, nimmt nun sein Ende. Es ist etwas, womit ich nie gerechnet hätte, dass ich es in meinem freiwilligen Jahr erlebe.

Kohlrabi in Kübeln

 

Es handelte sich dabei um eine weitere Zusammenarbeit von Bunte Lebenswelten e. V. mit der Stiftung WissenWecken. Das Ziel war, eine Broschüre zu erstellen, die hilfreiche Garten-Tipps zusammenfasst. Sie  basiert  auf wissenschaftlichen Arbeiten von verschiedenen Gruppen im Alumni Student Garden. Alle gärtnerischen Versuche wurden auf kleinen Flächen durchgeführt und sind gut übertragbar auf Balkon, Vorgärten, Kübel und Ähnliches. Die Broschüre ist für Anfänger*innen sowie Fortgeschrittene beim Gärtnern vorgesehen.

Der letzte Schritt bei einem solchen Projekt ist nun der Projektbericht. In diesem wird festgehalten, wie alles abgelaufen ist. Ein gut strukturierter Projektbericht ist auch hilfreich, um eine Vertrauensbeziehung zwischen der Stiftung WissenWecken und unserem Verein weiter zu stärken.

Zum Schluss lässt sich sagen, dass dieses Projekt mir besonders gezeigt hat, wie wichtig Teamarbeit ist und hat mich mehr kleine Erfolge wertschätzen lassen.