Von der Gartengießerei, die sich selbst erledigt und nachhaltig ist

TROCKEN ISSES, VIEL ZU TROCKEN!

In der heutigen Zeit ist das leider häufig der erste Gedanke, der sich beim Betreten des Gartens aufdrängt. So schön zum Beispiel der letzte Monat mit seinem fast durchgehenden Sonnenschein auch war, fehlt es den Pflanzen dadurch doch an Wasser. Das Ergebnis ist ein großes Mehr an regelmäßiger und zeitintensiver Gießarbeit.

 

das zum Bewässerungssystem umfunktionierte Tetrapak wird in ein Beet gesetzt

So sieht das Bewässerungssystem in unserem Permakulturgarten aus!

 

In unserem Permakulturgarten ist genau dieser Fall eingetroffen, weswegen wir uns eine simple und nachhaltige Arbeitssparmaßnahme haben einfallen lassen: ein Do-It-Yourself-Bewässerungssystem. Dafür werden einige Löcher in den Deckel einer Flasche gepikst, wahlweise der Flaschenboden entfernt, die Flasche mit Wasser befüllt, in den Boden gesteckt und fertig.

Weil uns Nachhaltigkeit enorm wichtig ist, haben wir überlegt, welche geeigneten Behältnisse regelmäßig im Hausmüll landen. So sind wir auf Tetra Paks gekommen. Die Anleitung zum Basteln und Funktionsweise sind natürlich identisch, es ist eben nur noch ein wenig nachhaltiger :).

 

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Wie bewässert Ihr eure Schützlinge, wenn es mal wieder eine längere Durststrecke zu überbrücken gilt? Lasst es uns gerne wissen – wir sind immer am Austausch von Erfahrungen interessiert!


Hügelbeet oder Blumenkasten – ein Versuch (auch in unserem Permakulturgarten)

Kooperation

Die Stiftung Wissen wecken aus Göttingen und Bunte Lebenswelten e.V. kooperieren seit über einem Jahr. Zentrales Arbeitsfeld beider Einrichtungen ist die Begabungsförderung junger Erwachsener. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Mitgliedschaft im Gemeinschaftsgartennetzwerks Göttinger Land. Während die Stiftung sich normalerweise ausschließlich an Studierende wendet, arbeitet Bunte Lebenswelten mit verschiedenen Begabungsniveaus.

 

Hügelbeet oder Blumenkasten

Wie unterschiedlich entwickeln sich Kräuter im Hügelbeet und Balkonkasten? Wie wirken sich gekaufte, vorgedüngte Kräutererde und naturbelassener, komposthaltiger Boden des Hügelbeets auf die Pflanzen aus? Wie lange dauert es, bis sich Unterschiede überhaupt feststellen lassen?

 

Rosmarin, Basilikum, Salbei und Oregano im Hügelbeet

 

Diesen Fragen ist unsere ehemalige FöJlerin Lea in einem kleinen Versuch nachgegangen. Dafür pflanzte sie aus dem Internet bestellten Rosmarin, Basilikum, Salbei und Oregano in gleicher Reihenfolge jeweils in einen Balkonkasten und ein Hügelbeet ein. Knapp einen Monat lang beobachtete sie, wie sich die Pflanzen bei identischer Pflege jeweils entwickeln und hielt alles auf Fotos fest.

Bei Beginn des Versuchs stellte Lea zunächst fest, dass einige Pflanzen die Reise zu ihr nicht gut überstanden hatten. ­ Der Basilikum war eingeknickt und bereits halb abgestorben, während der Salbei von vorneherein praktisch keine Überlebenschancen hatte. Die Pflanzen waren zu feucht transportiert worden und hatten die Staunässe nicht vertragen.

 

Rosmarin, Basilikum, Salbei und Oregano im Balkonkasten

 

Der Kräuterversuch

Der Versuch machte deutlich, dass die Kräuter im Blumenkasten mehr direktem Sonnenlicht ausgesetzt waren und die empfindlichen Sorten dies nicht gut vertrugen. Salbei und Basilikum waren nach dem Monat tot. Oregano und Rosmarin  veränderten sich im Kasten währenddessen so gut wie gar nicht.

Die Gegenstücke im Hügelbeet hatten durch die niedrigere Lage mehr Baumschatten und mussten durch Regen weniger gegossen werden. Beim Rosmarin ließen sich keine Unterschiede feststellen. Auch der Oregano blieb gesund und bereitete sich merkbar zum Boden hin aus, nachdem er im Topf eher in die Höhe gewachsen war. Der Basilikum erholte sich nach einigen Tagen wieder von den Strapazen des Transportes und stabilisierte sich, wurde jedoch an einigen Blättern angeknabbert. Der Salbei war von vornherein braun und konnte sich nicht mehr erholen.

Die Fotos vom gesamten Versuchsverlauf könnt Ihr hier sehen!

 

Das Ergebnis

Leas anfängliche Hypothese die gedüngte Kräutererde sorge zunächst für eine schnelle Anpassung der Pflanzen und ein schnelleres Wachsen, ließ sich nicht belegen. Der Schatten und die größere Fläche beim Hügelbeet erleichterten den Kräutern jedoch das Wachsen, wie Oregano und Basilikum zeigen.

Alles in allem lässt sich feststellen, dass gegen den Anbau von Kräutern im Balkonkasten nichts spricht, solange diese gesund umgepflanzt werden. Auch wenn sie im Hügelbeet natürlich mehr Platz haben, gedeihen sie auf dem Balkon bei richtiger Pflege durchaus gut. Es haben haben nun einmal nicht alle die Möglichkeit, sich ein Beet anzulegen und dann bietet der Blumenkasten eine gute Alternative.

 

Man sollte jedoch darauf achten, dass die Kombination Internetbestellung, lebendige Pflanze und Versand mit Spedition vielleicht nicht die allerbeste ist und stattdessen lieber zum Markt, zur Gärtnerei oder Fachhandel gehen. Das hat das Experiment allemal gezeigt :).


Tapetenwechsel fürs Skateboard

Start ins Praktikum

 

Ich bin Daniel, 33.  Meine Jugend habe ich skateboardfahrend am Neuen Rathaus in Göttingen verbracht. Im Anschluss habe ich die heimatlichen Gefilde für das Studium gegen eine deutlich größere Stadt eingetauscht.

Jetzt kehre ich dem erfüllendem, aber auch schnellem und fast schon zu trendigem Leipzig vorübergehend den Rücken zu. Für mein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit hat es mich zurück zu meinen Wurzeln in der südniedersächsischen Provinz gezogen. Ich finde es sehr reizvoll, mich hier im professionellen Umgang mit Sprache auszuprobieren.

Ich hoffe besonders, so auch Berufsmöglichkeiten zu entdecken, die ein Master in Germanistik bietet. So ist der Blick in die Zukunft fokussierter. Voller Vorfreude schaue ich auf  drei lehrreiche und schöne Monate in Ludolfshausen.

Daniel 🙂

 


Ein Gartenglück für die Zukunft

Mit nur wenigen Erwartungen bin ich einer Einladung gefolgt. Um eine Broschüre über ihre Forschungstätigkeiten zu erstellen,  habe ich am Auftakttreffen des Studierendengartens von Alumni Göttingen e. V. am Kiessee teilgenommen. Diese wenigen Erwartungen wurden aber schnell übertroffen. Alle Leute vor Ort waren einfach gut drauf. Wir haben uns über die bereits verwirklichten und die künftigen Projekte nachhaltiger Landnutzung ausgiebig ausgetauscht. Wir hatten aber auch viel Spaß gehabt. Am Ende war es für mich ein mehr als gelungener Tag!

Der Studierendengarten von Alumni Göttingen selbst steht für verschiedene Studierende offen, ihre eigenen Projekte mit dem Schwerpunkt der nachhaltigen Landnutzung umzusetzen. Mehr zum Alumni-Garten findet ihr hier

Der Alumni Garten ist wie unser Permakulturgarten ein Mitglied im gerade entstehenden „Gemeinschaftsgarten-Netzwerk Göttinger Land“. Hier bieten wir unsere Spezialkenntnisse in Form von verschiedenen Kursen an. Dies ist auch ein spannendes Einsatzfeld für Praktikant*innen, FöJler*innen und ehrenamtliche Gartenpraktiker*innen. Mehr dazu hier


Walnussbäume für die Zukunft – Mehr essbare Pflanzen für Göttingen

Einen nahrhaften Beitrag zum Klimaschutz in und um Göttingen zu leisten, war und ist das Ziel. Am vergangenen Samstag, dem 05.03.2022, wurden mehrere Walnussbäume und Haselnusssträucher in und um Göttingen verpflanzt.

Was für Akteure des Bunte Lebenswelten e.V., Living Future e.V. und einige internationale Bürger*Innen kürzlich noch eine Idee war, konnte jetzt Wirklichkeit werden. Für die generationsübergreifende Initiative spendete Soumela Alrutz aus Groß Ellershausen mehrere Walnussbäume und Haselsträucher.

Einen Teil der Pflanzen erhielt ein Ernährungsverein aus Landolfshausen und zwei Bäume wurden in Göttingen gepflanzt. Eine Gärtnerinitiative am Siekweg und der Bado-Park in Weende erhielten einen Nussbaum. Frisch gepflanzt können sie jetzt an ihrem endgültigen Standort wachsen und in einigen Jahren Früchte tragen. Die Gruppe Janun mit ihrem Waldgarten-Projekt stellte einige Geräte und den Transport zur Verfügung.

Ein lebendiger Austausch entstand in der internationalen Pflanzgruppe über manche Fachgrenze hinweg. ‚Wir wollen mit dieser Aktion weitere Menschen inspirieren, unser aller Zukunft  aktiv mitzugestalten‘, sagen die Initiatoren.