Ein neuartiges Ehrenamt – mit Theresa

Unsere  Aktivitäten werden – auch unter Corona – mehr. Einige ehrenamtliche Helfer*innen  sind in den letzten Monaten neu zu uns gestoßen und haben wie unsere langjährigen Engagierten wertvolle Dienste geleistet. An dieser Stelle danken wir allen Ehrenamtler*innen aufs Herzlichste für ihre tolle Mitwirkung.

Jede*r arbeitet bei uns nach seinen und ihren Möglichkeiten mit und bereichert den Bunte Lebenswelten e. V. um Zeiteinsatz, öfter auch Geld- und Sachspenden und viel, viel Freude für alle!

Theresa ist unsere erste Ehrenamtskoordinatorin

Jetzt haben wir eine Koordination der Ehrenämter ganz frisch geschaffen: Theresa ist für alle Ehrenamtler*innen eine weitere Ansprechpartnerin, neben den Mitarbeiterinnen im Büro. Sie nimmt in Kürze mit den Aktiven Kontakt auf und spricht mit ihnen über Erfahrungen, Wünsche und Kritik. Sie hilft mit beim Gewinnen neuer Interessierter und – so Corona uns lässt – auch bei Feiern.

Theresa studierte zuletzt in Göttingen Therapiewissenschaften, davor hat sie ihren B. A. in Soziologie abgeschlossen. Während ihrer Arbeitssuche in ihrem Spezialgebiet Personalwesen hat sie zu uns gefunden. Mit ihrer Kontaktfreude, Offenheit, Empathie und ihrem Organisationstalent passt sie sehr gut zu uns.

Wir freuen uns riesig, zusammen mit ihr mehr für unsere Engagierten tun zu können. Herzlich willkommen!

 

 

Welches Ehrenamt übst du aus? Was für Erfahrungen machst du gerade dabei?


Ausflüge nach Ludolfshausen

Zusammen entdecken wir den eigenen Humor mit und ohne Clownerie. Wir machen Musik, schreiben verschiedene Arten von Texten, handarbeiten und malen in Einzel- oder kleinen Gruppentreffen. Bei uns Bunten Lebenswelten kann man sehr kreativ sein oder werden. Zudem gibt es hier handwerkliche Betätigungsfelder oder theoretisches Wissen und praktische Anleitung, um mehr zu Permakultur (Bioanbau ohne Zertifizierung) und Wildpflanzen zu lernen.

Hier bei uns kann man wunderbare Naherholung erleben. Wälder und Felder umgeben das Dorf Ludolfshausen, Sitz des Bunte Lebenswelten e.V. Es ist eines der Bergdörfer der Gemeinde Friedland.

Es lassen sich kleine und ausgedehnte Spaziergänge unternehmen und noch manche der fast ausgestorbenen Pflanzen in der Natur anschauen. Schon etliche Leute aus der Umgebung und von weiter her haben uns mit dem Fahrrad besucht. Dieses Jahr hat uns auch eine Fahrradgruppe mit Menschen aus ganz Deutschland besucht und in unserem Garten gezeltet. Einige andere Besucher waren freiwillige Helfer.

Auch unsere Praktikanten kamen schon von weiter her. Wir lieben die gastfreundliche und weltoffene Atmosphäre, und genießen es, uns persönlich auszutauschen und viel voneinander zu lernen. Wir freuen uns über Jede*n, der/die/* hier einmal hereinschauen möchte, auch die Tagesausflügler*innen.

Daher freuen wir uns auch, dass die Gemeinde Friedland zusammen mit dem Tourismusverein ihre touristischen Aktivitäten für das kommende Jahr wieder in den Fokus genommen hat. Mit besonderem Augenmerk betrachtet unsere Freiwillige im ökologischen Jahr, Lea, diese Vorgänge, denn sie möchte gern Kauffrau für Tourismus werden.

 


Mischkultur verbessert Pflanzengesundheit

Mischkultur? Was ist das? Die Natur kennt keine Monokultur (Rasen, Maisäcker Fichtenwälder). Auf natürlichen Wiesen und in naturgemäßen Wäldern wachsen Pflanzen nebeneinander in Vielfalt.

Es haben sich bestimmte Pflanzengemeinschaften gegründet, die nicht zufällig, sondern von der Natur (z. B. durch die Bodenbeschaffenheit) vorgesehen, zusammen wachsen.

Diese Pflanzen verstehen sich, sie bilden eine gute Nachbarschaft.

Die Natur zeigt uns, wie es funktioniert, im naturnahen Gartenbau, der Permakultur wird versucht, dieses Geheimnis der Natur so gut wie möglich nachzuahmen und zu nutzen.

Gute Pflanzennachbarn unterstützen sich gegenseitig. Manche schattieren das Beet so, dass Wachstum von unerwünschtem Beikraut so gut wie verhindert wird. In diesen Gemeinschaften entwickeln sich Pflanzen so stark, dass sie gesund bleiben und Schädlinge sich deutlich geringer ausbreiten.

Duftstoffe stoßen Fressfeinde ab: Bohnen mit Bohnenkraut versehen, hält Blattläuse fern.

Außerdem wird viel weniger Platz gebraucht und kleine Beetflächen werden optimal ausgenutzt.


Gehören Textiles Upcycling und Naturschutz zusammen?

Na klar! Upcycling ist Nachhaltigkeit und birgt den Zero Waste Gedanken in sich.  Zudem kann die kreative Ader ausgelebt werden.

Dazu haben wir Bärbel Lübbecke interviewt. Sie macht das Thema greifbar und erzählt unter anderem, warum sie Textiles Upcycling so wichtig findet.

Was macht Textiles Upcycling für dich wichtig?

Die Freude am Umgang mit textilen Materialien und die Techniken ihrer Bearbeitung hat mir meine Mutter vermittelt, und zwar immer unter dem Motto: „Alles wird repariert, nichts weggeworfen“. Diese Grundsätze der Ressourcenschonung sind ja das, was heute etwas vornehmer unter dem Begriff „Upcycling“ zusammengefasst wird. Da ich wie gesagt mit diesen Prinzipien großgeworden bin, ist es für mich heute selbstverständlich, auch immer noch danach zu handeln. Ein großer Fundus von Wolle. Stoffen und vielen Zubehörteilen wird so nach und nach zu schönen Gegenständen verarbeitet.

 

In welche Upcycling-Projekten bringst du dich ein?

Ein etwas größeres Projekt ist gerade abgeschlossen.  Ich fertigte für ein Pinguinschutzprojekt in Australien Pinguinpullover an. Mit Hilfe mehrerer eifriger Strickerinnen auch aus Göttingen konnten so mittlerweile über 200 solcher „Schutzanzüge“ auf den Weg gebracht werden. Auch um die Nutzung von Woll- und Stoffresten geht es im meinem aktuellen Projekt. Für den Verein „Kleine Löwen“, die in Göttingen die Frühgeborenen betreuen, werden Babymützen, Socken und sog. Mutter-Kind-Riechtücher angefertigt.  Mit den winzigen Teilen hat man ein schnelles Erfolgserlebnis.

 

Wie kann sich jede*r in solchen Projekten einbringen?

Viele Ideen zum Selbermachen, Umarbeiten etc. werden ja heute im Internet veröffentlicht. Viel besser finde ich es, wenn man sich mit anderen trifft und nicht nur Ideen, sondern auch Material austauscht. Als Zukunftsidee – um den Recyclinggedanken noch stärker zu berücksichtigen – stelle ich mir vor, z.B. zentral in Friedland einen textilen Reparaturtreff einzurichten, wo man unter Anleitung kleine Ausbesserungs- und Änderungsarbeiten durchführen kann. Dabei entstehen dann sicher auch Ideen für neue Gestaltungen. Mit meinem Materialfundus und einigen Kenntnissen bringe ich mich auch dort gern ein.


Pullover für Pinguine – ein Gag der Modeindustrie?

 

Nein, sie sind eine Katastrophen-Schutzkleidung  und schützen das Leben junger Pinguine! Diese leben an den Küsten von Südaustralien und sind durch auslaufendes Öl der dort viel befahrenen Schifffahrtsstraße in Gefahr. Wenn eine Ölpest ihr Leben bedroht, ziehen die Tierpfleger eines Naturparks den Tieren vorübergehend die Pullis zum Schutz über. Dann kommen die Tiere mit ihrem Schnabel nicht ans ölverschmierte Gefieder. Die Tiere bleiben im Schutzgebiet, bis das Gefieder gereinigt und die Gefahr gebannt ist, und gehen dann wieder ohne Pullover auf Fischfang.

Die Biologin Dr. Bärbel Lübbecke aus Friedland wurde auf ihrer letzten Reise darauf aufmerksam. Spontan beschloss sie zu helfen. Ein kleiner Stapel Pinguinpullover liegt schon zum Verschicken bereit.

Wer noch mitstricken möchte – auf Grund der kleinen Größe ist so ein Pullover schnell fertig – kann sich im Internet (www.penguinfoundation.org.au) informieren. Bei B. Lübbecke (05504-1655) bekommen Sie Informationen und Schnittmuster. Oder Sie kommen zum Mitstricken von Restwollen zum Knütteclub nach Deiderode oder zum Nähclub Groß Schneen.