Irrtum – Pappe doch nicht kompostieren!

Vor zwei Wochen haben wir einen Blog Post veröffentlicht, in dem es um die Kompostierung von Pappe geht.

In einem freundlichen Kommentar bei Instagram (herzlichen Dank!) wurden wir auf einen Fehler aufmerksam gemacht. Wir hatten eine veraltete und nicht mehr nachgeprüfte Information verwendet. Dafür entschuldigen wir uns.

Deshalb haben wir erneut recherchiert und Infos aus verlässlicher Quelle gefunden:

in so gut wie allen Pappen ist ein Anteil von chemischen Zusatzstoffen enthalten, deren Zusammensetzung meist als problematisch anzusehen ist. Wir wissen somit nicht, was oder wie viel davon in den Boden gelangt, und ob Grenzwerte überschritten werden.

Sieh selbst, z. B. hier:

Die vorherigen Tipps zur Pappe-Kompostierung nehmen wir entschieden zurück. Zudem stellten wir sofort auch unseren eigenen Pappe-Einsatz im Garten ein. Ab jetzt gilt wieder:

Pappe gehört ins Altpapier.


Wohin mit der ganzen Pappe?

  • Viele Bestellungen, mehr Papier durch Homeoffice
  • Papiertonne voll?
  • Wusstest du schon? Pappe und Papier ist kompostierbar!
  • Bei unserer bisherigen Recherche konnten wir keine problematischen Inhaltsstoffe feststellen, wir wollen aber noch wachsam bleiben und freuen uns auch auf unterstützende und klärende Kommentare unter mail@bunte-lebenswelten.de oder auf unseren Facebook- und Instagram-Seiten.
    • Plastik entfernen und in den gelben Sack/Behälter für Verpackungsmüll
    • Pappe grob zerkleinern und so auf oder in den Kompost legen, dass sie auch bei Sturm nicht wegfliegen kann
    • Unten in die grüne Tonne, diese damit nicht aber nicht mit Pappe und Papier überfrachten. Denn ein guter Kompost entsteht durch viele verschiedene Stoffe, nicht durch einseitige Belastung.


Erdfest zusammen mit Transition-Town-Initiative gefeiert

Zum zweiten Mal war Bunte Lebenswelten beim bundesweiten Erdfest dabei, das um die Sommersonnenwende gefeiert wurde. Bedingt durch die gegenwärtigen Gesundheitsregelungen war es eine kleine Runde, zu der man im Freien am Stadtrand von Göttingen zusammenkam, maßgeblich Mitwirkende der Göttinger Transition-Town-Initiative (Göttingen im Wandel e. V.) und Angelika Specht von Bunte Lebenswelten e. V.

Dort widmete man sich zunächst den Fragen :
1. Was fehlt mir aus der Zeit vor Corona? Was möchte ich gerne wieder zurückhaben?
2. Was habe ich in der Corona-Zeit schätzen gelernt und möchte es in die Zukunft mitnehmen?
3. Was möchte ich aus der Zeit vor Corona loslassen, aus meinem Leben entlassen?

Angelika Specht führte ein Baumpflanzritual durch, das als gemeinsam zu entwickelnder Prozess angelegt war.    Erde aus verschiedenen Gegenden Südniedersachsens wurde zusammengemischt: Lehm, Sand, Kompost und Terra Preta. Ein Buchensämling bekam als erstes seinen Platz inmitten dieser Erdmischung, die in eine große Schale gefüllt worden war. Jede Person hatte zur dritten Frage eine Antwort aufgeschrieben und diese laut lesend zur Kompostierung in ein Pflanzloch hineingegeben. Gemäß der Mischkultur in der grünen Permakultur pflanzte jede Person eine weitere Pflanze – einen kleinen Busch, eine Blume, ein Wildkraut – hinzu, weil sie einander Schutz und Nahrung und dem Bodengetier eine Behausung geben.

Im achtsamen Tun der Runde entstand ein Ökotop in einem Blumentopf, schön rund und handhabbar.  Die Pflanzen sind winterhart, sodass man in der Folgezeit nicht mit großen Schwierigkeiten über die Jahreszeiten rechnen muss. Wenn dieser Baum dann groß genug ist, wird er dorthin ausgepflanzt, wo er willkommen ist… Als zum Ende das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Lied geäußert wurde, einigten sich alle auf eines mit dem mantraartig wiederholt gesungenen Vers: ‚Mother, I feel you under my feet…‘

Was ein Baum für die Erde leistet, brauchte dieser Runde nicht erklärt zu werden. Emotional bewegt überlegten die Teilnehmenden, was sich durch Corona wünschenswert verändern sollte und wofür sich jede*r Einzelne einsetzen wolle.


Hügelbeeterweiterung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern haben wir eines der Hügelbeete im Garten erweitert. Hierzu wurden abwechselnd Brennesseln, Kompost und Erde aufgeschichtet. Es ist ein Geben und Nehmen: morgens haben wir neue Buschbohnensamen gepflanzt und abends Melde, Thymian und Löwenzahn für den Salat geerntet.