Ein neuartiges Ehrenamt – mit Theresa

Unsere  Aktivitäten werden – auch unter Corona – mehr. Einige ehrenamtliche Helfer*innen  sind in den letzten Monaten neu zu uns gestoßen und haben wie unsere langjährigen Engagierten wertvolle Dienste geleistet. An dieser Stelle danken wir allen Ehrenamtler*innen aufs Herzlichste für ihre tolle Mitwirkung.

Jede*r arbeitet bei uns nach seinen und ihren Möglichkeiten mit und bereichert den Bunte Lebenswelten e. V. um Zeiteinsatz, öfter auch Geld- und Sachspenden und viel, viel Freude für alle!

Theresa ist unsere erste Ehrenamtskoordinatorin

Jetzt haben wir eine Koordination der Ehrenämter ganz frisch geschaffen: Theresa ist für alle Ehrenamtler*innen eine weitere Ansprechpartnerin, neben den Mitarbeiterinnen im Büro. Sie nimmt in Kürze mit den Aktiven Kontakt auf und spricht mit ihnen über Erfahrungen, Wünsche und Kritik. Sie hilft mit beim Gewinnen neuer Interessierter und – so Corona uns lässt – auch bei Feiern.

Theresa studierte zuletzt in Göttingen Therapiewissenschaften, davor hat sie ihren B. A. in Soziologie abgeschlossen. Während ihrer Arbeitssuche in ihrem Spezialgebiet Personalwesen hat sie zu uns gefunden. Mit ihrer Kontaktfreude, Offenheit, Empathie und ihrem Organisationstalent passt sie sehr gut zu uns.

Wir freuen uns riesig, zusammen mit ihr mehr für unsere Engagierten tun zu können. Herzlich willkommen!

 

 

Welches Ehrenamt übst du aus? Was für Erfahrungen machst du gerade dabei?


Viola – Besuch aus Holland

Diese Woche hatten wir eine tatkräftige und sehr nette ehrenamtliche Helferin in Haus und Verein.

Die Filzkünstlerin Viola ist gerade wieder zurück in Deutschland. Sie kommt aus den Niederlanden, wo sie 30 Jahre gewohnt hat. Jetzt will sie neue Wege kennen lernen, und  ihre erste Station war bei uns! Wir haben auf dem Wochenmarkt Göttingen gemeinsam unseren Stand betrieben, um über den Bunte Lebenswelten e. V. unsere Pflanzen und pflanzlichen Naturdünger unter die Leute zu bringen. Und, o Freude, auch Barbara kam hinzu, um zu zu unterstützen.

In Göttingen haben Lea und Viola auch zusammen die Stadt erkundet. In Ludolfshausen beglückte Viola uns mit ihrer Sonnenschein-Laune und ihren tatkräftigen Händen in Garten und Küche.

Heute gab es einen herzlichen Abschied. Wir bleiben im Kontakt…

 


Mit Permakultur auf dem Göttinger Wochenmarkt

Großes Interesse erzielten wir mit unseren besonderen Zimmer- und Gartenpflanzen. Die Marktbesucher*innen wollten wissen, was man unter Permakultur versteht, andere beugten sich über die Mischkulturen in den großen Pflanzschalen. Wieder andere suchten Spezialfragen für ihren Zimmerstandort oder Balkon zu klären. Kleingärtner*innen hinterließen manch spannenden Pflanztrick und holten sich Bestätigung oder Rat für ihre Aktivitäten.
Wieder andere erfreuten wir mit  Zieringwer für den Balkon, Klivia fürs Wohnzimmer oder Kurkuma und Rosmarin für die Küche oder unserem Biodünger für die häuslichen Topfpflanzen.
Unsere Vereinsaktivitäten fanden Interesse, weil wir uns auf Lernniveau zum Klimaschutz verständlich machten.

Besuchen auch Sie uns gern bei schönem Wetter (mit Absprache:  Tel. 05504 7553) in Ludolfshausen und in Göttingen auf dem Wochenmarkt.


Mischkultur verbessert Pflanzengesundheit

Mischkultur? Was ist das? Die Natur kennt keine Monokultur (Rasen, Maisäcker Fichtenwälder). Auf natürlichen Wiesen und in naturgemäßen Wäldern wachsen Pflanzen nebeneinander in Vielfalt.

Es haben sich bestimmte Pflanzengemeinschaften gegründet, die nicht zufällig, sondern von der Natur (z. B. durch die Bodenbeschaffenheit) vorgesehen, zusammen wachsen.

Diese Pflanzen verstehen sich, sie bilden eine gute Nachbarschaft.

Die Natur zeigt uns, wie es funktioniert, im naturnahen Gartenbau, der Permakultur wird versucht, dieses Geheimnis der Natur so gut wie möglich nachzuahmen und zu nutzen.

Gute Pflanzennachbarn unterstützen sich gegenseitig. Manche schattieren das Beet so, dass Wachstum von unerwünschtem Beikraut so gut wie verhindert wird. In diesen Gemeinschaften entwickeln sich Pflanzen so stark, dass sie gesund bleiben und Schädlinge sich deutlich geringer ausbreiten.

Duftstoffe stoßen Fressfeinde ab: Bohnen mit Bohnenkraut versehen, hält Blattläuse fern.

Außerdem wird viel weniger Platz gebraucht und kleine Beetflächen werden optimal ausgenutzt.


Gehören Textiles Upcycling und Naturschutz zusammen?

Na klar! Upcycling ist Nachhaltigkeit und birgt den Zero Waste Gedanken in sich.  Zudem kann die kreative Ader ausgelebt werden.

Dazu haben wir Bärbel Lübbecke interviewt. Sie macht das Thema greifbar und erzählt unter anderem, warum sie Textiles Upcycling so wichtig findet.

Was macht Textiles Upcycling für dich wichtig?

Die Freude am Umgang mit textilen Materialien und die Techniken ihrer Bearbeitung hat mir meine Mutter vermittelt, und zwar immer unter dem Motto: „Alles wird repariert, nichts weggeworfen“. Diese Grundsätze der Ressourcenschonung sind ja das, was heute etwas vornehmer unter dem Begriff „Upcycling“ zusammengefasst wird. Da ich wie gesagt mit diesen Prinzipien großgeworden bin, ist es für mich heute selbstverständlich, auch immer noch danach zu handeln. Ein großer Fundus von Wolle. Stoffen und vielen Zubehörteilen wird so nach und nach zu schönen Gegenständen verarbeitet.

 

In welche Upcycling-Projekten bringst du dich ein?

Ein etwas größeres Projekt ist gerade abgeschlossen.  Ich fertigte für ein Pinguinschutzprojekt in Australien Pinguinpullover an. Mit Hilfe mehrerer eifriger Strickerinnen auch aus Göttingen konnten so mittlerweile über 200 solcher „Schutzanzüge“ auf den Weg gebracht werden. Auch um die Nutzung von Woll- und Stoffresten geht es im meinem aktuellen Projekt. Für den Verein „Kleine Löwen“, die in Göttingen die Frühgeborenen betreuen, werden Babymützen, Socken und sog. Mutter-Kind-Riechtücher angefertigt.  Mit den winzigen Teilen hat man ein schnelles Erfolgserlebnis.

 

Wie kann sich jede*r in solchen Projekten einbringen?

Viele Ideen zum Selbermachen, Umarbeiten etc. werden ja heute im Internet veröffentlicht. Viel besser finde ich es, wenn man sich mit anderen trifft und nicht nur Ideen, sondern auch Material austauscht. Als Zukunftsidee – um den Recyclinggedanken noch stärker zu berücksichtigen – stelle ich mir vor, z.B. zentral in Friedland einen textilen Reparaturtreff einzurichten, wo man unter Anleitung kleine Ausbesserungs- und Änderungsarbeiten durchführen kann. Dabei entstehen dann sicher auch Ideen für neue Gestaltungen. Mit meinem Materialfundus und einigen Kenntnissen bringe ich mich auch dort gern ein.