Mischkultur verbessert Pflanzengesundheit

Mischkultur? Was ist das? Die Natur kennt keine Monokultur (Rasen, Maisäcker Fichtenwälder). Auf natürlichen Wiesen und in naturgemäßen Wäldern wachsen Pflanzen nebeneinander in Vielfalt.

Es haben sich bestimmte Pflanzengemeinschaften gegründet, die nicht zufällig, sondern von der Natur (z. B. durch die Bodenbeschaffenheit) vorgesehen, zusammen wachsen.

Diese Pflanzen verstehen sich, sie bilden eine gute Nachbarschaft.

Die Natur zeigt uns, wie es funktioniert, im naturnahen Gartenbau, der Permakultur wird versucht, dieses Geheimnis der Natur so gut wie möglich nachzuahmen und zu nutzen.

Gute Pflanzennachbarn unterstützen sich gegenseitig. Manche schattieren das Beet so, dass Wachstum von unerwünschtem Beikraut so gut wie verhindert wird. In diesen Gemeinschaften entwickeln sich Pflanzen so stark, dass sie gesund bleiben und Schädlinge sich deutlich geringer ausbreiten.

Duftstoffe stoßen Fressfeinde ab: Bohnen mit Bohnenkraut versehen, hält Blattläuse fern.

Außerdem wird viel weniger Platz gebraucht und kleine Beetflächen werden optimal ausgenutzt.


Gehören Textiles Upcycling und Naturschutz zusammen?

Na klar! Upcycling ist Nachhaltigkeit und birgt den Zero Waste Gedanken in sich.  Zudem kann die kreative Ader ausgelebt werden.

Dazu haben wir Bärbel Lübbecke interviewt. Sie macht das Thema greifbar und erzählt unter anderem, warum sie Textiles Upcycling so wichtig findet.

Was macht Textiles Upcycling für dich wichtig?

Die Freude am Umgang mit textilen Materialien und die Techniken ihrer Bearbeitung hat mir meine Mutter vermittelt, und zwar immer unter dem Motto: „Alles wird repariert, nichts weggeworfen“. Diese Grundsätze der Ressourcenschonung sind ja das, was heute etwas vornehmer unter dem Begriff „Upcycling“ zusammengefasst wird. Da ich wie gesagt mit diesen Prinzipien großgeworden bin, ist es für mich heute selbstverständlich, auch immer noch danach zu handeln. Ein großer Fundus von Wolle. Stoffen und vielen Zubehörteilen wird so nach und nach zu schönen Gegenständen verarbeitet.

 

In welche Upcycling-Projekten bringst du dich ein?

Ein etwas größeres Projekt ist gerade abgeschlossen.  Ich fertigte für ein Pinguinschutzprojekt in Australien Pinguinpullover an. Mit Hilfe mehrerer eifriger Strickerinnen auch aus Göttingen konnten so mittlerweile über 200 solcher „Schutzanzüge“ auf den Weg gebracht werden. Auch um die Nutzung von Woll- und Stoffresten geht es im meinem aktuellen Projekt. Für den Verein „Kleine Löwen“, die in Göttingen die Frühgeborenen betreuen, werden Babymützen, Socken und sog. Mutter-Kind-Riechtücher angefertigt.  Mit den winzigen Teilen hat man ein schnelles Erfolgserlebnis.

 

Wie kann sich jede*r in solchen Projekten einbringen?

Viele Ideen zum Selbermachen, Umarbeiten etc. werden ja heute im Internet veröffentlicht. Viel besser finde ich es, wenn man sich mit anderen trifft und nicht nur Ideen, sondern auch Material austauscht. Als Zukunftsidee – um den Recyclinggedanken noch stärker zu berücksichtigen – stelle ich mir vor, z.B. zentral in Friedland einen textilen Reparaturtreff einzurichten, wo man unter Anleitung kleine Ausbesserungs- und Änderungsarbeiten durchführen kann. Dabei entstehen dann sicher auch Ideen für neue Gestaltungen. Mit meinem Materialfundus und einigen Kenntnissen bringe ich mich auch dort gern ein.


Infostand in Göttingen

 

Ein Infostand, betrieben von den zwei Praktikanten David und Melina und der ehrenamtlichen Helferin Charly, brachte neue Kontakte, viel interessierte Nachfrage und den Standbetreibern eine Menge Vergnügen.

 

Der Standplatz wurde uns freundlicherweise vom Filialleiter des Rewe- Marktes in Göttingen, Reinhäuser Landstraße, zur Verfügung gestellt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden.


Klimaschutz und öko-soziale Permakultur

Aktion: „Stadt, Land im Fluss“:

Bist du an der Umwelt oder gesellschaftlichen Themen interessiert? Möchtest du deine Ideen für eine zukunftsfähige und gerechtere Gesellschaft einbringen? Dann ist unser geplantes Kooperationsprojekt mit der BUNDjugend  Göttingen genau das Richtige für dich! Gestalte gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Aktionen zu Klimaschutz und sozial-ökologischer Permakultur in Stadt und Land.
Wir freuen uns auf engagierte Mitwirkende jeden Alters, insbesondere im Alter von 16-25 Jahren.

Wir bieten Organisationen, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten, eine praktische Zusammenarbeit für einzelne Module an. Für längerfristiges Management oder individuelle Begleitung junger Menschen bieten wir erfrischend-spannende ehrenamtliche Tätigkeit.

Bitte melden Sie sich unter Tel. 05504 7553 oder mail@bunte-lebenswelten.de

 


Weende und der Permakulturraum

Let’s go! – Regionale Entdeckertour

Wir wandern diesmal von Gö-Weende aus etwa eine Stunde und besuchen dann den ‚Permakulturraum‘. Diese Einrichtung wird von agrar-, forst- und geowissenschaftlichen Studenten experimentell betrieben.

Am Samstag, den 24.06.2017 treffen wir uns um 14 Uhr auf dem Parkplatz der Polizei in der Otto-Hahn Straße 2 in Göttingen-Weende.

(Mit dem Stadtbus: Nr. 41 bis Haltestelle „Hellerweg“, dann in Fahrtrichtung folgen, rechts in die Otto-Hahn-Str. und dann ist da auf der rechten Seite der Polizeiparkplatz.)